Psycho-Tipps für Social Media Folge 1: Wie Sie mit Sichtbarkeitseinstellungen für Beiträge in Social Media Konflikte vermeiden können

Ich werde in Zukunft an dieser Stelle immer wieder kurze Tipps geben, die ich   Psycho-Tipps für Social Media nenne. Mit diesen Tipps möchte ich Ihnen anhand konkreter Fallbeispiele aufzeigen, wie Sie im Alltag psychologisch richtig mit Social Media umgehen, um negative Erfahrungen mit dem Medium zu vermeiden und mehr positive Erlebnisse in Ihren sozialen Netzwerken zu haben. Ich greife dabei einerseits eigene Erfahrungen auf, möchte aber auch gern Fragen und Anregungen Ihrerseits besprechen. Haben Sie vielleicht sogar selbst einen Psycho-Tipp für Social Media? Dann schreiben Sie mich an. Ich freue mich auf Ihre Zuschriften! Nun aber zum ersten Psycho-Tipp für Social Media.

Der psychologisch richtige Umgang mit Social Media hilft unter anderem, Konflikte zu vermeiden und eine stress- und konfliktfreie Kommunikation zu gewährleisten. Und genau darum soll es in meinem ersten Beitrag der Psycho-Tipps für Social Media gehen, genauer um die Frage, wie Sie mit Sichtbarkeitseinstellungen für Beiträge in Social Media Konflikte vermeiden können. Dieser Fall zeigt Ihnen gleichzeitig, dass es wichtig ist, sich mit den Einstellungen einer Social-Media-Plattform zu befassen und diese auch zu nutzen, um sich und anderen ein angenehmes Social-Media-Erleben zu bescheren. Aber um Sie nicht mit langen Vorreden zu nerven, will ich gleich zur Sache kommen. Was war passiert?

Heute habe ich selbst in Social Media einen kurzen Konflikt erlebt, der zeigt, wie wichtig es ist, die Zielgruppe für Beiträge richtig auszuwählen, um nicht für Missverständnisse in der Kommunikation und somit für Konflikte zu sorgen. Ein Facebook-Kontakt hatte öffentlich einen kurzen Satz gepostet, dessen Inhalt ich widersprochen habe. Daraus ist eine zeitweise hitzige Diskussion entstanden, wie der Satz zu verstehen ist. Am Ende stellte sich heraus, dass der Satz in einem bestimmten Zusammenhang gemeint war, den ich aber nicht kennen konnte und der auch nicht erläutert wurde, weil er sich eigentlich nur an eine bestimmte Zielgruppe richtete, zu der ich nicht gehörte. Auf Nachfrage stellte sich dann heraus, dass die Person alles öffentlich posten möchte und dafür die Sprache, in der sie ihre Beiträge schreibt, als Maßstab für die Zielgruppe, für die sie den Beitrag verfasst, nimmt.

Dieses Vorgehen habe ich insbesondere auf Facebook nicht zum ersten Mal erlebt. Viele User posten öffentlich Dinge, die sie eigentlich an eine bestimmte Zielgruppe richten und die in einem bestimmten Zusammenhang stehen, der aber oft nicht erläutert wird und nur der Zielgruppe selbst bekannt ist. Das führt fast zwangsläufig zu Missverständnissen und unter Umständen auch zu Konflikten, wenn Leser, die nicht zur Zielgruppe gehören, ihre Meinung in einem Kommentar kundtun. Eigentlich geht das nur gut, wenn alle, die den Beitrag lesen, wissen, dass damit eine bestimmte Zielgruppe angesprochen wird und unter Umständen ein Zusammenhang nicht näher erläutert wird, weil er der Zielgruppe bekannt ist. Bei öffentlichen Beiträge ist dieses Wissen aber in der Regel nicht bei allen Lesern gegeben.

Was können Sie nun tun, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden? Sie können natürlich den Zusammenhang erläutern. Dann richtet sich Ihr Beiträge an alle Leser. Und dann sollten Sie auch damit rechnen, dass alle Leser darüber diskutieren.

Wenn Sie aber wirklich nur eine bestimmte Zielgruppe anspreichen und dabei auch der Zielgruppe bekannte Zusammenhänge nicht erneut erläutern wollen, ist es besser, die Sichtbarkeitseinstellungen für den jeweiligen Beitrag so anzupassen, dass auch wirklich nur Ihre Zielgruppe Ihr Posting sieht. Nicht alle großen sozialen Netzwerke bieten diese Möglichkeit, aber insbesondere bei Google+ und Facebook geht das sehr gut. Die Sichtbarkeitseinstellungen können Sie in beiden Netzwerken für jeden Beitrag einzeln festlegen. Um nicht immer alle Personen, die zur Zielgruppe gehören, von Hand hinzufügen zu müssen, können Sie für den Fall, dass Sie mit Ihren Postings öfter dieselbe Zielgruppe ansprechen wollen, in Facebook Listen und in Google+ Kreise mit den zur Zielgruppe gehörenden Kontakten anlegen. Auf Twitter geht das eingeschränkt, indem Sie alle zur Zielgruppe gehörenden Personen mit „@“ ansprechen. Sie sollten beachten, dass Ihr Tweet dann trotzdem über Ihr Profil öffentlich einsehbar ist. Aus der persönlichen Ansprache im Tweet sollte jedoch klar hervorgehen, wer zur Zielgruppe des Tweets gehört.

Auf diese Weise können Sie die Zielgruppe Ihrer Beiträge in einigen Social-Media-Kanälen gezielter ansprechen, vermeiden Missverständnisse und Konflikte und sorgen auf beiden Seiten für ein positiveres Social-Media-Erleben.

Haben Sie selbst schon einmal Missverständnisse oder gar Konflikte aufgrund einer nicht getroffenen Vorauswahl einer Zielgruppe für Ihre oder andere Beiträge erlebt? Wie sind Sie damit umgegangen?

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